Wie groß kann ein 3D-Druck sein? Lassen sich große Teile in einem Stück drucken?
Die maximale Größe eines 3D-Drucks wird durch das Druckvolumen des verwendeten Druckers begrenzt; ein allgemeingültiges Maß gibt es nicht. Überschreitet das Modell dieses Volumen, ist es oft eine praktikable Lösung, das Teil aufzuteilen, zu drucken und anschließend zusammenzufügen.
Was bestimmt das Druckvolumen?
Die in den technischen Daten des Druckers für die X-, Y- und Z-Achse angegebenen Maße zeigen ungefähr, wie groß ein Teil sein darf, damit es auf die Druckplatte passt. Es ist jedoch nicht immer ratsam, diese Maße vollständig auszureizen. Einschränkungen am Rand der Druckplatte, die Haftung des Teils auf der Druckplatte, mögliche Bewegungen während des Drucks und die Geometrie des Modells können den nutzbaren Bauraum beeinflussen. Wenn Sie rund um das Design etwas Spielraum lassen, lässt es sich im Slicer leichter platzieren.
Auch die Höhe des Teils ist nicht allein ausschlaggebend: Ein langes, schmales Modell kann beim Druck in aufrechter Position wackeln oder mehr Zeit zum Abkühlen der Schichten benötigen. Ein breites Modell kann sich dagegen an den Ecken ablösen, selbst wenn es auf die Druckplatte passt. Berücksichtigen Sie daher nicht nur die Außenmaße, sondern auch die Druckausrichtung und die Fläche, mit der das Teil auf der Druckplatte aufliegt.
Wie bereiten Sie ein großes Modell für den Druck vor?
Prüfen Sie zunächst die längste Abmessung des Modells und mögliche Druckausrichtungen. Vielleicht lässt sich das Modell durch eine andere Ausrichtung in das Druckvolumen einpassen. Diese Entscheidung wirkt sich jedoch auch auf die Oberflächenqualität, den Bedarf an Stützstrukturen und die Festigkeit zwischen den Schichten aus. Wählen Sie bei einem tragenden oder biegebeanspruchten Teil die Druckausrichtung nicht allein danach, wie leicht es sich unterbringen lässt.
Wenn sich das Modell nicht in einem Stück drucken lässt, legen Sie die Trennlinie so fest, dass Sie berücksichtigen, wie die Last nach dem Zusammenfügen übertragen wird. Breite, flache Verbindungsflächen können das Ausrichten erleichtern. Details wie Stifte, Steckverbindungen oder Schraubverbindungen ermöglichen eine wiederholbare Montage; die Verbindungsspalte müssen jedoch auf die Maßtoleranzen des FDM-Drucks abgestimmt sein. Wenn Sie eine Verklebung planen, sollten die Oberflächen außerdem sauber und gut zugänglich sein.
- Teilen Sie das Teil in möglichst wenige Abschnitte auf; jede zusätzliche Verbindung bedeutet mehr Montage- und Ausrichtungsaufwand.
- Ergänzen Sie die Verbindungsstellen um asymmetrische Passformen oder Stifte, die das Ausrichten erleichtern.
- Drucken Sie beim ersten Versuch nicht das gesamte Modell, sondern fertigen Sie zunächst ein kleines Toleranzmuster für den Verbindungsbereich an.
- Wenn das Teil im Außenbereich oder unter Belastung eingesetzt wird, richten Sie Material- und Designentscheidungen nach den Einsatzbedingungen aus.
Aufteilen oder in einem Stück drucken?
Ein Druck in einem Stück reduziert den Montageaufwand. Ein Fehler während der langen Druckzeit kann jedoch dazu führen, dass das gesamte Teil erneut gefertigt werden muss. Bei einem aufgeteilten Druck sind die Teile kleiner und einfacher zu handhaben; dafür sind Verbindungsstellen, Ausrichtung und Nachbearbeitung erforderlich. Wenn bei einem Anschauungsmodell sichtbare Verbindungsspuren vermieden werden sollen, kann der Druck in einem Stück von Vorteil sein. Bei einem großen Gehäuse, einer Vorrichtung oder einem Ersatzteil kann die Aufteilung dagegen die Herstellbarkeit verbessern.
Bevor Sie das Teil aufteilen, prüfen Sie im Slicer das tatsächliche Druckvolumen und die Möglichkeiten zur Ausrichtung. Wenn Ihre Designdatei fertig ist, können Sie auf der Seite Preisberechnung für den 3D-Druck den geschätzten Preis für Ihre Datei einsehen. Wenn Sie eine passende 3D-Druckdienstleistung für große Funktionsteile auswählen, geben Sie die Maße, den Verwendungszweck und gegebenenfalls Ihre Wünsche zur Aufteilung an. Der Leitfaden zum Aufteilen und Zusammenfügen großer Teile kann Ihnen bereits in der Designphase helfen, wenn mehrere Teile ausgerichtet und verbunden werden müssen.
Kurzantwort
Die maximale Größe eines Drucks in einem Stück hängt vom Druckvolumen des verwendeten Druckers ab. Überschreitet das Modell dieses Volumen, kann es mit geeigneten Trennlinien, Verbindungstoleranzen und Druckausrichtungen in mehreren FDM-Teilen gefertigt werden. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Entscheidung neben den Maßen auch Festigkeit und Montage.

